22 Katas formen das Herzstück des Seibukan-Karate: von den drei Fukyugata der Grundstufe bis zu den Dan-Katas der Meistergrade. Jede Kata ist ein Lehrtext – präzise, verdichtet, über Generationen überliefert.
Fukyugata – Grundstufe
Die drei Fukyugata (7.–5. Kyu) sind die ersten Katas im Seibukan. Klare Linien, präzise Techniken – das Fundament von allem. Ichi mit Bo-Stab-Parallelen, Ni fließender, San mit Gedan-Logik.
Fukyugata Übersicht →Mittelstufe – 5. bis 1. Kyu
Fünf Katas bauen das klassische Repertoire: Seisan (Zahlen-Kata, Kraftstruktur), Ananku (Süd-Kata, Wendigkeit), Wansu (Hechtsprung-Kata), Passai (Festung, dynamisch), Gojushiho (54 Schritte – Tiefe und Komplexität).
Dan-Katas
Ab dem Shodan kommen 14 weitere Katas hinzu: Naihanchi I–III (Seitenbewegung, Nahkampf), Pinan I–V (fünfteilige Serie, Itosu-Erbe), Wanchin, Chinto, Kushanku (Nachtkata), Jion, Passai Guwa.
Besonders: Im Yondan kommt Tokumine No Kun hinzu – die einzige Karate-Prüfungskata mit einem echten Weapon (Bo-Stab).
Kobudo-Katas
Parallel zum Karate-Curriculum: 22 Kobudo-Katas im Matayoshi-Ryu Jinbukan – Bo, Sai, Tunkwa, Nunchaku und weitere Waffen. Die Bo-Fukyugata beginnt bereits ab dem 5. Kyu.
Kobudo-Katas →Warum Katas das Kernstück sind
Im Seibukan-Karate wird jede Kata als eigenständiges Lehrsystem betrachtet. Sie enthält Anwendungen (Bunkai), Kraftprinzipien (Kimé) und Bewegungslogiken, die erst durch wiederholtes Üben sichtbar werden. Es gibt nur den Weg durch die Formen – Schritt für Schritt.