Shorin Ryu Seibukan Karate · Matayoshi Ryu Jinbukan Kobudo · seit 1989 in München

Häufige Fragen zum Karate-Training

Was kostet das Karate-Training in der Budo Akademie?

Die aktuellen Monatsbeiträge und Aufnahmegebühren findest du auf der Kursplan-Seite oder erfährst sie beim ersten Training. Die Schnupperstunde findet zu einem vergünstigten Einstiegspreis statt.

Brauche ich Vorkenntnisse?

Nein. Beim Karate fängt man immer bei Null an – egal ob du 5 oder 55 bist. Anfänger werden in der Gruppe besonders begleitet und lernen in ihrem eigenen Tempo.

Ab welchem Alter können Kinder teilnehmen?

Ab 5 Jahren. Wir haben zwei Kindergruppen: Kids I (5–8 Jahre) mit spielerischem Einstieg, und Kids II (8–14 Jahre) mit strukturierterem Training. Ab ca. 14 Jahren können Jugendliche in die Erwachsenengruppe wechseln.

Was ist Shorin Ryu? Wie unterscheidet es sich von Shotokan?

Shorin Ryu ist einer der ältesten Karate-Stile, der auf der Insel Okinawa entstanden ist – der Geburtsstätte des Karate. Shotokan entstand später, als okinawanisches Karate nach Japan gebracht und dort verändert wurde. Shorin Ryu bewegt sich natürlicher, schneller und ist stärker auf Selbstverteidigung ausgerichtet. Mehr dazu: → Warum Shorin Ryu Seibukan?

Was ist Kobudo?

Kobudo ist die traditionelle Waffentechnik Okinawas: Bo (Langstock), Sai (Dreizack), Tunkwa (Tonfa), Nunchaku und weitere Waffen. In der Budo Akademie München lehren wir Matayoshi Ryu Jinbukan Kobudo – eines der wenigen authentischen Kobudo-Systeme außerhalb Okinawas. Kobudo kann begleitend zum Karate trainiert werden.

Was soll ich zum Probetraining mitbringen?

Bequeme Sportkleidung (T-Shirt, Sporthose), barfuß oder mit Hallensocken. Wasser mitnehmen. Keinen Schmuck oder Uhren tragen.

Wie oft sollte ich pro Woche trainieren?

Für Einsteiger ist 1–2× pro Woche ideal. Mit wachsender Begeisterung und Erfahrung können auch 3× pro Woche sinnvoll sein. Regelmäßigkeit schlägt Intensität.

Gibt es Wettkämpfe?

Bei uns steht Wettkampf nicht im Vordergrund. Shorin Ryu ist auf Selbstverteidigung ausgerichtet, nicht auf Punktekämpfe. Wer möchte, kann aber über den Verband an Turnieren teilnehmen.

Wie lange dauert es bis zum Schwarzgurt?

Mit regelmäßigem Training (2× pro Woche) realistisch 5–8 Jahre. Der Schwarzgurt (1. Dan) ist kein Ende, sondern der Anfang des echten Lernens. Es gibt danach noch bis zum 7. Dan und darüber hinaus.

Was passiert bei einer Gürtelprüfung?

Prüfungen finden alle 3–4 Monate statt. Bewertet werden Grundtechniken (Kihon), Bewegungsformen (Kata), Partnerübungen und theoretisches Wissen. Die erste Prüfung (weißer → gelber Gurt) kann nach ca. 3 Monaten abgelegt werden.

Ist Karate für Senioren geeignet?

Ja – wir haben ein spezielles Best-Age-Programm für Einsteiger ab 50. Das Training ist gelenkschonend, auf das eigene Tempo abgestimmt und ideal für Koordination, Gleichgewicht und mentale Frische.

Bietet ihr Selbstverteidigungskurse an?

Ja. Die Budo Akademie bietet einen exklusiven Selbstverteidigungs-Kurs für Frauen an – ausschließlich für Frauen. Die Teilnehmerinnen trainieren unter sich; das schafft eine offene, konzentrierte Atmosphäre. Informationen auf der Trainingsseite oder auf Anfrage.

Kann ich als Familie gemeinsam trainieren?

Kinder und Eltern trainieren in der Regel in verschiedenen Gruppen, die auf das jeweilige Alter und Niveau zugeschnitten sind. Eltern können aber jederzeit mit dem Training beginnen – viele Familien trainieren parallel.

Was bedeutet „Dojo"?

„Dojo" (道場) bedeutet wörtlich „Weg-Halle". Das ist nicht nur ein Sportraum, sondern ein Ort, an dem man den Weg (Do) geht – Technik, Charakter, Disziplin. Das Dojo wird beim Betreten und Verlassen mit einer Verbeugung geehrt.

Wer leitet das Training?

Das Training leitet Kyoshi Werner Bachhuber (7. Dan Karate, 5. Dan Kobudo). Er unterrichtet seit 1989 in München – über 35 Jahre, über 1.000 Schüler ausgebildet und steht in direkter Lehrerlinie zu den Großmeistern auf Okinawa.

Warum sagt ihr nicht „Oss"?

„Oss" (押忍) ist im westlichen Karate und in japanischen Sportstilen weit verbreitet – besonders durch Kyokushin und seine Ableger. Es wird dort als Universalwort für Begrüßung, Zustimmung und Respekt verwendet.

Im Seibukan und im Jinbukan verwenden wir dieses Wort jedoch nicht – aus einem einfachen Grund: „Oss" ist keine okinawanische Tradition. In Okinawa, der Geburtsstätte des Karate, war dieser Begriff nicht gebräuchlich. Wir orientieren uns an den authentischen okinawanischen Gepflogenheiten:

  • Hai (はい) – einfaches „Ja" oder Bestätigung auf ein Kommando
  • Onegai shimasu (お願いします) – „Bitte übe mit mir" zur Begrüßung
  • Arigato gozaimashita (ありがとうございました) – Dank am Ende des Trainings

Wer „Oss" verwendet, wird bei uns höflich korrigiert – nicht aus Pedanterie, sondern weil Authentizität im traditionellen Budo bedeutet, auch die sprachlichen und rituellen Traditionen der Ursprungskultur (Okinawa) zu wahren.


Neugierig geworden? Erlebe traditionelles Karate aus Okinawa selbst – beim Probetraining in der Budo Akademie München.