Shorin Ryu Seibukan Karate · Matayoshi Ryu Jinbukan Kobudo · seit 1989 in München

22 Kobudo-Katas überliefern die Waffentechniken Okinawas: Bo, Sai, Tunkwa, Nunchaku und weitere Waffen. Kobudo kann selbstständig als eigene Disziplin erlernt werden – oder als Ergänzung zum Karate. Beides ist der Matayoshi-Ryu Jinbukan-Tradition würdig.

Bo – 8 Katas

Der 182-cm-Langstock ist die Grundwaffe. Einstieg bereits ab dem 5. Kyu mit der Bo-Fukyugata – parallel zur Karate-Mittelstufe. Die acht Bo-Katas reichen von Grundformen bis zu meisterhaft komplexen Kombinationen:

Fukyugata Bo · Choun No Kun · Shiu Shi No Kun · Chikin No Kun · Sakugawa No Kun · Shi Shi No Kun · Urasaku No Kun · Ufuton No Kun

Sai – 3 Katas

Die Metallgabel mit zwei Parierhaken – ursprünglich zum Stoppen von Schwertangriffen. Drei Katas: Ni Chou Sai, San Chou Sai, Shimbaru No Sai. Ab Shodan.

Tunkwa / Tonfa – 3 Katas

Der Tonfa stammt ursprünglich vom Mühlsteingriff Okinawas – heute weltweit als Polizeiwaffe bekannt. Drei Katas: Tunkwa Ichi, Ni, San. Nahkampflogik auf engstem Raum.

Nunchaku – 2 Katas

Zwei miteinander verbundene Holzstöcke – präzises Timing und Koordination auf höchstem Niveau. Nunchaku Ichi und Ni. Ab Nidan.

Weitere Waffen

Das Matayoshi-Curriculum umfasst auch: Jo (Kurzstab), Eku (Ruder), Nunti (Speer mit Sai-Elementen), Kama (Sichel), Tekko, Tinbe, Kuwa. Jede Waffe trägt ein eigenes Bewegungsprinzip.

Kobudo im Seibukan-Kontext

Auf Okinawa waren Karate und Kobudo nie getrennte Disziplinen. Die Waffentechniken basieren auf denselben Grundprinzipien wie das unbewaffnete Karate: Kushin (Körperfederung), Kime (Fokus), Tai Sabaki (Körperdrehung). Wer Kobudo ernsthaft übt, versteht sein Karate auf einer neuen Ebene.

In der Budo Akademie München wird Kobudo nach der Tradition des Matayoshi-Ryu Jinbukan gelehrt – mit direkter Linie nach Okinawa.


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